Hengstwalder Hof

Ein kleiner Hof mit einer großen Idee...

 

Seit 2017 ist der Hengstwalder Hof nicht nur unser Zuhause, sondern auch der feste Mittelpunkt meiner Arbeit mit Pferden und Menschen.

Von Anfang an ging es uns dabei nicht darum, möglichst viele Pferde unterzubringen oder einen großen Betrieb entstehen zu lassen.

Im Gegenteil.

 

Wir haben uns ganz bewusst für einen kleinen, persönlichen Rahmen entschieden.

 

Denn individuelle Betreuung braucht Zeit, Ruhe und vor allem die Möglichkeit, wirklich hinzusehen.

 

Training, Ausbildung & Rehabilitation

 

Der Hengstwalder Hof ist kein klassischer Pensionsstall.

 

Unsere bestehende Einstellergruppe ist vollständig und bleibt bewusst geschlossen. Dauerhafte Pensionsplätze vergeben wir nicht.

 

In einem bewusst kleinen Rahmen stehen einzelne Plätze für Pferde zur Verfügung, die im Rahmen meiner Arbeit zeitweise zu uns kommen – beispielsweise zur Ausbildung, zum Start eines jungen Pferdes, zur

Korrektur oder zur Rehabilitation und zum Wiederaufbau.

 

Über die Jahre hat sich gerade dieser Bereich immer weiterentwickelt.

 

Zu uns kommen Pferde nach Operationen oder Verletzungen, nach Hufproblemen oder Hufrehe, mit Atemwegsproblemen, nach längeren Trainingspausen oder mit ganz unterschiedlichen körperlichen und reiterlichen Schwierigkeiten.

 

Manchmal kann ein Pferd nach einer solchen Geschichte nicht einfach wieder dorthin zurück, wo vorher sein Alltag stattgefunden hat.

Dann braucht es zunächst einen Rahmen, in dem man überhaupt herausfinden kann:

 

Was braucht dieses Pferd jetzt?

 

Körperliche, emotionale und mentale Verfassung gehören zusammen.

 

Rehabilitation bedeutet für mich nicht, ausschließlich einen Körper wieder zu trainieren.

Natürlich gehören körperlicher Befund, Bewegungsabläufe, Muskulatur, Hufe, Fütterung, Haltung, Equipment und ein sinnvoller Trainingsaufbau dazu.

 

Aber ebenso wichtig ist die Frage, wie es diesem Pferd emotional und mental geht.

 

Denn diese Ebenen stehen nicht unabhängig nebeneinander.

Stress kann Bewegung verändern. Schmerzen können Verhalten verändern. Unsicherheit kann zu Anspannung führen. Ein Pferd mit sehr viel Energie kann unter unpassenden Bedingungen ganz andere Strategien entwickeln als ein ruhigeres Pferd.

Und manchmal entstehen daraus Situationen, in denen sich körperliche und psychische Belastungen gegenseitig verstärken.

 

Deshalb interessiert mich nicht nur:

 

Wo liegt das körperliche Problem?

 

Sondern auch:

 

Wie ist es möglicherweise entstanden? Was erhält es aufrecht? Und welche Bedingungen müssen wir verändern, damit wir nicht nur an den Folgen arbeiten?

 

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, für jede Erkrankung eine psychische Erklärung zu suchen. Manchmal ist eine Verletzung schlicht eine Verletzung.

 

Aber wenn wir langfristig etwas verbessern möchten, lohnt sich der Blick auf das ganze Pferd und sein Umfeld.

 

Und dann gibt es noch den Menschen

 

Auch der gehört für mich zwingend dazu.

Denn ein Pferd lebt und arbeitet nicht losgelöst von seinem Menschen.

Vielleicht hat der Mensch Schwierigkeiten, die Energie seines Pferdes richtig einzuschätzen. Vielleicht fehlt ihm eine Idee, wie er mit bestimmten Verhaltensweisen umgehen kann. Vielleicht haben sich über längere Zeit Missverständnisse entwickelt – oder Pferd und Mensch bringen schlicht zwei Charaktere mit, die lernen müssen, einander besser zu verstehen.

Deshalb geht es bei uns nicht darum, ein Pferd hinter verschlossenen Türen zu „reparieren“ und es anschließend seinem Besitzer wieder in die Hand zu drücken.

 

Der Mensch soll verstehen können, was sein Pferd braucht und warum.

 

Gerade bei längeren Aufenthalten entsteht dadurch auch Zeit für den Besitzer: Zeit, die Entwicklung seines Pferdes zu beobachten, Dinge neu zu lernen und – wenn nötig – die zukünftigen Lebensbedingungen des Pferdes neu zu organisieren.

 

Denn manchmal bedeutet Rehabilitation eben auch, zu erkennen, dass das bisherige Umfeld zukünftig nicht mehr das richtige sein wird.

Gemeinsam statt nebeneinander

 

Für unsere Trainings- und Rehapferde arbeiten wir mit einem festen Team aus Tierärzten, Therapeuten und Hufbearbeitern zusammen.

 

Für mich ist diese Zusammenarbeit besonders wichtig, weil jeder aus seinem Fachgebiet etwas anderes sieht.

So können Diagnostik und Behandlung, Hufsituation, Haltung, Fütterung und Training miteinander abgestimmt und Entwicklungen gemeinsam beurteilt werden.

 

Nicht ein einzelner Blickwinkel soll bestimmen, was das Pferd braucht – sondern das Pferd selbst zeigt uns im Verlauf, ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Der passende Rahmen

 

Auch die Haltung gehört für uns zu diesem Gesamtbild.

Unsere eigenen Pferde und die bestehende feste Pferdegruppe leben in Offenstall- und Paddocktrailhaltung.

 

Für Trainings-, Ausbildungs- und Rehapferde stehen – je nach individuellem Bedarf und aktueller Situation – unterschiedliche Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung. 

 

Dabei steht für uns ein fairer, ethischer und pferdegerechter Umgang nicht nur im Training, sondern ebenso in Haltung und täglichem Miteinander im Mittelpunkt.

 

Aus Überzeugung verzichten wir auf Hilfszügel, Nasenriemen und Rollkur. Nicht ein Hilfsmittel soll eine gewünschte Haltung erzeugen, sondern eine fundierte Ausbildung soll dem Pferd ermöglichen, seinen Körper zunehmend selbstständig und gesund zu gebrauchen.

 

Für die tägliche Arbeit haben wir eine helle 25 × 40 m Reithalle, einen 20 × 40 m Reitplatz, ein Solarium und direkt vom Hof aus ein schönes Ausreitgelände.

Und auch für die Menschen gibt es unser kleines Stübchen mit Blick in die Reithalle.

 

Denn manchmal lernt man mindestens genauso viel, wenn man einfach einmal zuschaut, beobachtet und Zusammenhänge erkennt.

 

Eine Auszeit für Pferd und Mensch

 

Nicht jedes Pferd kommt zu uns, weil es ausgebildet, korrigiert oder rehabilitiert werden soll.

 

Nach Absprache können Pferde auch für eine Urlaubszeit bei uns untergebracht werden.

 

Und wer die Zeit lieber gemeinsam mit seinem Pferd verbringen möchte, kann einen Aufenthalt bei uns mit Unterricht, gemeinsamen Trainingseinheiten oder einfach einer kleinen Auszeit verbinden.

 

Ferienwohnungen und Übernachtungsmöglichkeiten befinden sich in der näheren Umgebung, sodass auch mehrtägige Aufenthalte mit dem eigenen Pferd möglich sind.

Bewusst klein

 

Der Hengstwalder Hof soll ein Ort bleiben, an dem wir die Pferde wirklich kennen.

Wo Veränderungen auffallen.

Wo nicht jedes Pferd in denselben Tagesablauf, dieselbe Haltung oder denselben Trainingsplan passen muss.

Und wo Ausbildung und Rehabilitation die Zeit bekommen dürfen, die sie tatsächlich brauchen.

 

Qualität statt Quantität ist für uns deshalb keine Werbeaussage, sondern eine bewusste Entscheidung.

 

Vieles von dem, was heute auf unserem Hof selbstverständlich erscheint, ist über viele Jahre entstanden. Wir haben beobachtet, gelernt, verändert, ausprobiert und manches auch wieder verworfen.

 

So wie sich meine Arbeit mit Pferden und Menschen immer weiterentwickelt hat, hat sich auch der Hengstwalder Hof entwickelt.

Und wahrscheinlich wird er das auch weiterhin tun.

 

Denn Entwicklung bedeutet für mich nicht, irgendwann alle

Antworten zu haben.
Sondern immer genauer hinsehen zu lernen.

 

Das Pferd ist der Professor und der

Menschsein aufmerksamer Schüler.

Mehr über unsere Ausbildungsangebote findest du unter:

 

Meine Arbeit

 

Du findest uns auf dem:

 

Hengstwalder Hof Waldziegelhütte 2a,

66914 Waldmohr

 

Gerne kannst du zu uns auf die Anlage, für individuellen Unterricht und Intensiv-Tage, gefahren kommen. Vereinbare einfach einen Termin unter:

 

0170 / 473 08 13

 

gerne auch per Whatsapp.

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Plätze für Ausbildung, Beritt oder Rehabilitation werden in begrenztem Umfang frei. Bei Interesse sprich mich gerne an.

 

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